Da ich meine Notizen gerne mit Euch teilen und auch meine Konzertbesuche für mehr Musikliebhaber zur Verfügung stellen möchte, habe ich diesen Block erstellt, in dem ihr immer auf dem Laufenden seid, wenn ich wieder unterwegs bin :)
Ich habe mich immer nur bedingt an Jazzmusik rangetraut. Ab und zu hörte ich auch schon mal ein paar Klassiker aus den 50ern, manchmal mehr in Richtung Bigbands oder ein paar „alten Hasen“, die jeder so kennt. Dann kam ich auf die Jungs vom Fischer Spangenberg Quartett (FSQ), die mich eines Besseren belehrten. Die jungen Musiker Heiko Fischer (Gitarre), Christoph Spangenberg (Piano), Konrad Ullrich (Schlagzeug) und Daniel Stritzke (Bass) klärten mich auf, dass es nicht immer „schmerzhaft“ sein muss wenn man Jazz hört, wo auch Platz für Improvisation und ein wenig „Freestyle“ ist. Ich bin ein absoluter Neuling in der Musikrichtung, doch was mir an den Stücken von FSQ extrem gut gefällt, dass es immer eine klare Linie in den Liedern gibt, mal ist es nur eine Melodie, ein Rhythmus oder auch nur eine Klangspur die immer wieder aufgenommen wird. Die Stücke sind sehr melodisch und harmonisch und besitzen eine Spannung die sich langsam aufbaut und jeden mitreist. Jeder der Musiker sticht zwischendurch durch sein „Solo“ hinaus oder einem „Battle“ mit einem anderen Instrument. Die Zusammenstellung der Stücke war sehr gut gewählt und jeder der Gäste ist mit einem Lächeln aus dem Keller gekommen. Ein Tischnachbar machte sogar Vergleiche zu seinen Erfahrungen in Amsterdam, in der hiesigen Jazzszene und lobte vor allem den Schlagzeuger Konrad, der durch seine besondere Art heraus stach und ihn zu Lobeshymnen animierte. Auch eine ältere Jazzliebhaberin war nur wegen einem Musiker aus einer anderen Stadt angereist. Sie hatte ihn schon auf diversen Festen gesehen und gehört und war ganz besonders auf den Pianisten Christoph gespannt. Jedes mal wenn er spielte, schloss sie die Augen, um ja keinen Ton zu verpassen. In der ersten Spielpause, war es auch ihr ein besonderes Anliegen, die Lautstärke des Pianos an zu passen, damit wir es besser wahrnehmen konnten. Ich war überrascht, wie leicht mir der Einstig in die Jazzmusik mit FSQ gelungen ist. Die neuen Lieder, die vorgestellt wurden, wie „Second Chance“ das mir selbst sehr gut gefiel, sowie die eigene Coverversion des U2 Hits „Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me“ kamen bei mir und den anderen Zuschauen sichtlich gut an. Die Songs machten Lust auf die neue CD, die demnächst erscheinen soll. Wer noch schnell ist, kann auch noch eine der wenigen CDs vom ersten Album "Lucid" kaufen, das für Einsteiger, nach meinem Geschmack gut geeignet ist.
Wenn ihr einen Termin der Jungs von FSQ in eurer Nähe mal habt, dann empfehle ich ruhig mal in die Welt des melodischen Jazz ab zu tauchen. Ich hatte zwei sehr schöne Abende, bei guter Musik, witziger Moderation durch Heiko und Christoph sowie einem gut gelaunten Publikum.
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