Samstag, 24. Dezember 2011

Mein Rückblick auf „AIDA – Night of the Proms“ 2011

„Klassik meets Pop“ (Klassik trifft Pop), glaubt mir bitte, auch ich hab meine Zweifel gehabt, ob das wirklich so gut zusammen passt. Nicht nur als ich das Lineup (Aufstellung der Künstler) gesehen habe oder vom Hörensagen, von einer Show für eher Zuschauer mittleren Alters, so ab Mitte vierzig aufwärts gehört habe, war ich nicht wirklich davon überzeugt. Doch den Jungs von Stanfour zu liebe und deren Fans (für die ich gerne eine Fanseite betreibe) begab ich mich dann an drei Standorten zu den Shows und konnte mir selbst innerhalb von vier Auftritten meine eigene Meinung über das Konzept bilden. Ich höre gerne auch mal zwischendurch klassische Musik sowie auch Pop/Rock zu meinem täglichen Repertoire gehört. Ich hatte bei der Tour das große Glück bei drei Phasen dabei zu sein, einmal in Hannover recht weit am Anfang, in Berlin zur Halbzeit und zum Ende hatte ich zwei Termine in Köln. Während dessen konnte ich die Entwicklung der einzelnen Musiker und des Teams mit verfolgen und war angenehm überrascht von der perfekt inszenierten und mit Bildern und Licht spielenden Aufführung der zwei Musikwelten in einer Nacht. Ich sah wie sich Musiker in einem Monat sich selbst steigerten und sich immer wieder selbst übertrumpften, um noch ein Stück besser zu sein, als am Tag zuvor. Ich sah mit welcher Leidenschaft und familiären  Atmosphäre das ganze Team um die „Night of the Proms“ dabei waren und das sich die ganze harte Arbeit, auch um die Bühne herum lohnen sollte, was man anhand der fast immer wieder ausverkauften Hallen sehen konnte.

Ich bin recht unvoreingenommen in die erste Show in Hannover gestolpert, ohne auch nur eine der vorherigen Shows gesehen zu haben. Ja, ich muss zu meiner Schande zugeben, es war das erste Mal innerhalb der 17-jährigen Tourneegeschichte, der „Night of the Proms“, dass ich eine dieser Shows nun an schaute.

Das Konzept „Night of the Proms“ basiert auf einem ganz einfachen Prinzip, die Klassik und die Pop/Rock-Musik in einer Show zusammen zu bringen und Fans beider Seiten zusammen zu führen. Klassik muss nicht immer nur trocken sein, sondern kann auch überraschen und mitreißen, sowie Pop/Rock-Musik einen tief berühren und unter einem neuen musikalischen Kleid neu faszinieren kann. Durch den neuen Sponsor „AIDA Cruises“ wagte sich unter dem Motto „Voices“ (Stimmen) das Team um Herrn Dirk Hohmeyer, deutscher Produzent und Tourneeveranstalter sich auf ein neues, frisches und jugendliches Terrain. Mit Popsongs, die die Nation in den letzten Monaten und Jahren fesselte, gepaart mit feinsten, bekanntesten klassischen Stücken, untermalt mit einer aufwendig inszenierten Lichtershow und beeindruckenden 3D-Effekten mit LED-Elementen und Bildschirmen sollten eingestandene (zu ca. 80% Wiederholungstäter) und neue Fans von „Night of  the Proms“ überwältigt werden. Ein Zitat eines internationalen Besuchers: „The German People like the Big-Lights“ und ja, ich muss sagen, er hat Recht! Wir deutschen mögen sogar sehr die große Bühne, die perfekt inszenierte Bühnen Show und die großen Lichteffekte. Schon die jahrelange Erfahrung seit 1994 zeigte sich besonders in der Musiktechnik, die einen einzigartigen besonderen Hörgenuss erzeugte, indem man jedes Musikinstrument einzeln über Mikrophone aufnahm, im perfekten Zusammenspiel der Techniker live mischte und über die Lautsprecher einen völlig natürlichen Sound erzeugte.

Schon der Anfang mit dem 75-köpfigen „Sinfonieorchester Il Novecento“ unter der Leitung der Dirigenten Robert Groslot sendete ein eindeutiges Zeichen mit der Ouvertüre „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé an die Zuschauer. „Hier beginnt eine Show, die ihres Gleichen sucht und bittet nun um ihre volle Aufmerksamkeit.“ Das Orchester spielte nicht nur klassische Stücke aus 300 jähriger Musikgeschichte sondern begleitete auch zusammen mit der Elektric-Band die ganzen Pop-Größen durch den Abend und leistete sich zur Überraschung aller Gäste, ein musikalisches Battle (Kampf) der besonderen Art. Mit „DJ Replay“ wurden abwechselnd große Stücke aus Klassik und Pop gespielt und sogar zum Teil vermischt, doch als dann das Sinfonieorchester „Insomnia“ von Faithless spielte war der Kampf so gut wie entschieden.











Die „Div4s“, das junge italienische Sopranistinnen-Quartett vielen durch ihre Art der neuen Präsentation eines Medleys durch die großen Opern, wie z.B. Carmen sofort auf. Die vier sehr hübschen Damen Denise, Isabella, Vittoria und Sofia überzeugten nicht nur durch ihr Aussehen und die sehr passenden Bühnenoutfits, sondern vor allem durch die Vielschichtigkeit ihrer Stimmen. Sie sangen auch bekannte Stücke von Beethoven bei einem Zusammenschnitt von drei großen Filmen über die Musikgeschichte, die von der Schauspielerin Anna-Maria Kaufmann auf einer Leinwand präsentiert wurden, sondern unterstützten auch Stimmgewaltig bei einem Popsong von Seal und bewiesen dadurch auch ihr vielseitiges Repertoire.




Einen Moment der Andacht und Ruhe gab es, als an eine der beeindrucktesten Musikerinnen und Sängerinnen des letzten Jahres gedacht wurde, wie John Miles, unterstützt von seiner Elektric-Band auf die Bühne trat und zum Gedenken an die dieses Jahr verstorbenen Soulsängerin Amy Winehouse, ihren großen Hit „Valerie“ sang. Natürlich durfte auch nicht sein größter Hit und der heimlichen Hymne der „Night of the Proms“ fehlen. Mit „Music (was my first love)“ fesselte er wieder Mal alle Zuschauer und auch ich hielt inne und genoss die zahlreichen Lichter, die an den Eingängen ausgegeben wurden und in diesem Moment auf allen Rängen aufleuchteten.






Nun war es Zeit für den Pop/Rock und dem jungen Wind aus dem Norden. Die Jungs von Stanfour erstmalig begleitet von einem Sinfonieorchester zeugen von einem perfekten Zusammenspiel beider Elemente. Bei ihren Songs wurden sie unterstützt durch das Orchester und dem stimmengewaltigen Rückenwind getragen. Durch ihre Songs „For all Lovers“, dem Charthit „Wishing you Well“ und dem berührenden „Life without you“ im Einklang, überzeugten die sympathischen Hamburger Jungs, Konstantin (Sänger) und Alexander (Piano) Rethwisch sowie Heiko Fischer (Gitarre) auch die eher „älteren Semester“ und fanden viele neue Anhänger unter den Besuchern. Mit den Lichtern im Publikum und der Schmuseballade „Life Without you“ erzeugten sie Gänsehautfeeling. Je weiter man zum Ende der Tournee kam, spürte man auch unter den Zuschauern schon eindeutig immer mehr ein Bedürfnis lautstark bei den Hits von den Jungs mit zu singen, auf zuspringen und die Halle zum beben zu bringen.
 












Mehr Bilder von "Stanfour" in Hannover könnt ihr hier sehen "Stanfour - Fanpage (Fans for Fans)" in Facebook

Der Chor „Fine Fleur“ machte nicht nur auf sich aufmerksam durch seine stimmengewaltige Untermalung bei den Popsongs, die so manchen Musiker am Anfang der Tour, doch noch überraschen konnte, sondern auch durch ihre Akapellanummer von der Sängerin Adele „Rolling in the Deep“  und ihre witzigen und animierenden Einsätze während der gesamten Show. Immer wieder tanzen, klatschten und sangen sie gemeinsam mit den drei Damen der Backing-Vokals (Backgroundsängerinnen) die Hits mit und verführten auch hier den einen oder anderen klatschfaulen Zuschauer, dann doch noch zum Mitmachen.

Disko-Funk Legende „Nile Rodgers“ und die beiden Damen von „Chic“ brachten die Zuschauer in die Zeit des „Studio 54“, die der Diskoanfänge und sorgten für ausgelassene Partystimmung mit den Hits „I want your Love“, „Le Freak“ und „Good Times“ nicht nur in den Reihen, sondern auch auf der Bühne, als sie Zuschauer zum Mittanzen hoch holten.











Zum Einklang in die zweite Hälfte der Show wurden ruhige Stücke des großen Musicals „ The lion King“ (König der Löwen) gespielt und im Hintergrund wurden Ausschnitte aus dem „Disney“-Film gezeigt. Unter Anderem war es John Miles der den großen Hit „Can you feel the Love tonight“ sang und mich und ein paar andere Zuschauer in eine Art Sehnsucht versetzte.

Angenehm Überrascht war ich auch von Alison Moyet, die ich noch als (Entschuldigung, mir viel nix besseres ein) „Pummelchen“ in Erinnerung hatte. In einer neuen Pracht, blühend und strahlend mit neuer Energie stand sie dort und sang „That Ole’ Devil Called Love“, ihren Hit, den sogar ich noch mitsingen konnte „All Cried Out“ und „don‘t go“. Welch eine Wandlung und was für eine ausdrucksstarke, unverwechselbare Blues-Stimme und Ausstrahlung diese Frau doch hat.





Einen Klassiker, den jeder bestimmt schon mal gehört hatte, war „The Typewriter“ den Patrick De Smet, ein Musiker, der schon seit Jahren mit zur Stammbesetzung der „Night of the Proms „ gehört, performte auf einer Schreibmaschine zusammen  mit dem Moderator der Show und einer Handklingel sowie einem Gast aus dem Publikum und einer Rassel.

Der Topact des Abends war „Seal“ mit seiner mitreißenden Show und seinen gefühlvollen Songs bewegte er die Besucher und löste große Euphorie aus, als er durch das Publikum lief. Wie eine mitreißende Welle, streifte er durch die Menge und sang seine großen Hits und Ohrwürmer „Kiss from a rose“, „ Papa was a rolling Stone/Killer“, „Amazing“ und „Crazy“


Mit dem passenden Song „We are Family“ von Nile Rogers verabschiedeten sich alle Musiker und Künstler gemeinsam auf der Bühne von den Besuchern und hinterließen bei mir besonders zum Ende der Tour das Gefühl, dass aus ihnen wirklich eine richtige Familie bzw. gute Freunde geworden sind.

Dieses Erlebnis ist besonders zur Vorweihnachtszeit ein Ereignis, welches sich selbst immer wieder neu entdeckt und perfekt gerade in den trüben Wintertagen einen aufmuntert und eine schöne Familienveranstaltung sein kann. Ich werde nächstes Jahr wieder dabei sein und lass mich überraschen mit welchem Motto und hochkarätigen Kunstlern sie uns zum Staunen bringen.

Hier geht es zur Seite von „Aida – Night of the Proms“
Einblick hinter die Kullissen "Karens - Turneetagebuch"
Offizielle Fan-Homepage "Fanpage Night of the Proms"

Freitag, 11. November 2011

CD James Morrison - The Awakening


Das ist das erste Mal, dass ich von einer CD gleich beim ersten Lied sofort begeistert bin. Schon beim Song „In My Dreams“ stand klar, dass dieser Sänger / Songwriter mit seiner Stimme, seiner Gitarre und dem Sound sich in mein Herz spielt. Welch ein Soul, der einem die Gänsehaut und den Schauer unter die Haut spült und das schon im Geschäft beim Probehören. Was muss das erst für ein Klang mit der richtigen Anlage oder über Kopfhörer wohl geben? Die CD wurde dann auch gleich im Auto eingeworfen und auf dem Weg nach Hamburg mich in eine warme und weite Landschaft versetzt. Es muss nicht immer Herz-Schmerz-Mucke sein, was „Slave To The Music“ zeigt. Dieser hat es mit besonders angetan, da ich auch Tage danach den Rhythmus noch als Ohrwurm im Kopf hatte. Mit dem Song "Person I Should Have Been" beweist James mit dem aus seiner Feder komplett entstandenen Song seine vielseitigen Talente. Durch ein Gedicht, was er nach einem Telefonat mit seinem Vater schrieb, welcher letztes Jahr verstarb und einer harmonisch schwebenden Melodie entstand ein schönes emotionales Lied, welches zum Cruisen am Strand oder auch zum Nachdenken verleitet. Viele legen ihn gerne in dieselbe Schublade mit James Blunt, was ich aber nicht ganz gerechtfertigt halte. James Morrison ist ein britischer Musiker, der meiner Meinung nach, noch mehr in Zukunft in Petto haben wird und uns immer wieder mit neuen Songs uns umhauen und uns seine Vielschichtigen Seiten zeigen wird.

© Sandra Clemente, erstellt 11.11.2011

 
CD James Morrison - The Awakening
Erschienen: 30. September 2011, Island (Universal)


Dienstag, 27. September 2011

Alexander v. Rothkirch @Gig Hannover 2011-09-21


Alexander von Rothkirch im Gig, Hannover

Es gibt nur wenige Menschen, die sich so einen großen Schritt in Ihrem Leben trauen und doch gibt es immer wieder Mutige. Ich finde es toll, wenn jemand sein Leben in die Hand nimmt und aus gewohntem und manchmal auch einfachem Leben tritt, um neue Wege zu gehen. Meistens sind die Wege steinig und man muss viel zurücklassen oder auch einstecken. Doch meistens ist es schon der Wille, die Leidenschaft, die man verfolgt oder auch der Weg selbst, den man geht, schon das Ziel. Passend dazu, fällt mir ein „Per aspera ad astra„ eine lateinische Redewendung, die bedeutet „Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen“ und gerade in der Musikbrange findet man sie immer wieder. Wenn man seine Ziele und Leidenschaft nicht aus den Augen verliert, gibt der Schritt einem das warme und beruhigende Gefühl des Ankommens, auch wenn man sich noch auf dem Weg dorthin befindet.


Diesen großen Schritt machte im Mai 2011 der Singer / Songwriter Alexander von Rothkirch und erfüllte sich damit ein Lebenstraum. Er verließ sein gewohntes Umfeld in einer Festeinstellung um sich seiner Leidenschaft, der Musik zu widmen. Alexander schrieb und spielte schon immer nebenbei und wollte nun seine CD fertig stellen. So kündigte er, stellte sich ins Studio und bekam die Chance über eine Agentur in Bremen seine CD vor zu stellen. Mit 12 Jahren fing er Gitarre an zu spielen und entdeckte schon recht früh wie viel ihm das bedeutet. Seit mehr als 10 Jahren schreibt er auch seine eigenen Stücke, die viel Lebensfreude, Gefühl beinhalten und mitreißen. Er ist ein junger sympathischer Musiker, der mit seiner offenen Art, seinen überzeugenden Texten und einprägenden Ohrwürmern überzeugt. Gerade der Song „Woke up this morning“ aus seinem aktuellen Programm auf der Songs & Whispers-Tour hat es mir besonders angetan. Wer Lust auf „Gute Laune“ Musik hat, sollte sich auf jeden Fall die CD von Alexander genauer anhören.


Das Gig in Hannover machte es Alexander und den zwei begleitenden Musikern nicht leicht. Trotz hallender Akustik im recht gut gefülltem Restaurant / Café mit hohen Decken und beengten Verhältnissen vor und auf der Bühne, bestand Alexander den Auftritt. Alexander sang sich gekonnt durch die Unterhaltungswand, an den Tischen und leitete mit sympathischen, lockeren Sprüchen durch den Abend. Ich war angenehm überrascht, hörte gute Stücke und werde meine CD Sammlung um einen Ohrwurm erweitern.


© Sandra Clemente


Mehr über Alexander erfahrt Ihr auf seinen Seiten:





















Freitag, 16. September 2011

Fischer Spangenberg Quartett @Birdland Hamburg 2011-09-03 & @Marlene, Hannover 2011-09-11

Birdland Hamburg
Ich habe mich immer nur bedingt an Jazzmusik rangetraut. Ab und zu hörte ich auch schon mal ein paar Klassiker aus den 50ern, manchmal mehr in Richtung Bigbands oder ein paar „alten Hasen“, die jeder so kennt. Dann kam ich auf die Jungs vom Fischer Spangenberg Quartett (FSQ), die mich eines Besseren belehrten. Die jungen Musiker Heiko Fischer (Gitarre), Christoph Spangenberg (Piano), Konrad Ullrich (Schlagzeug) und Daniel Stritzke (Bass)  klärten mich auf, dass es nicht immer „schmerzhaft“ sein muss wenn man Jazz hört, wo auch Platz für Improvisation und ein wenig „Freestyle“ ist. Ich bin ein absoluter Neuling in der Musikrichtung, doch was mir an den Stücken von FSQ extrem gut gefällt, dass es immer eine klare Linie in den Liedern gibt, mal ist es nur eine Melodie, ein Rhythmus oder auch nur eine Klangspur die immer wieder aufgenommen wird. Die Stücke sind sehr melodisch und harmonisch und besitzen eine Spannung die sich langsam aufbaut und jeden mitreist. Jeder der Musiker sticht zwischendurch durch sein „Solo“ hinaus oder einem „Battle“ mit einem anderen Instrument. Die Zusammenstellung der Stücke war sehr gut gewählt und jeder der Gäste ist mit einem Lächeln aus dem Keller gekommen. Ein Tischnachbar machte sogar Vergleiche zu seinen Erfahrungen in Amsterdam, in der hiesigen Jazzszene und lobte vor allem den Schlagzeuger Konrad, der durch seine besondere Art heraus stach und ihn zu Lobeshymnen animierte. Auch eine ältere Jazzliebhaberin war nur wegen einem Musiker aus einer anderen Stadt angereist. Sie hatte ihn schon auf diversen Festen gesehen und gehört und war ganz besonders auf den Pianisten Christoph gespannt. Jedes mal wenn er spielte, schloss sie die Augen, um ja keinen Ton zu verpassen. In der ersten Spielpause, war es auch ihr ein besonderes Anliegen, die Lautstärke des Pianos an zu passen, damit wir es besser wahrnehmen konnten. Ich war überrascht, wie leicht mir der Einstig in die Jazzmusik mit FSQ gelungen ist. Die neuen Lieder, die vorgestellt wurden, wie „Second Chance“ das mir selbst sehr gut gefiel, sowie die eigene Coverversion des U2 Hits „Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me“ kamen bei mir und den anderen Zuschauen sichtlich gut an. Die Songs machten Lust auf die neue CD, die demnächst erscheinen soll. Wer noch schnell ist, kann auch noch eine der wenigen CDs vom ersten Album "Lucid" kaufen, das für Einsteiger, nach meinem Geschmack gut geeignet ist.
Wenn ihr einen Termin der Jungs von FSQ in eurer Nähe mal habt, dann empfehle ich ruhig mal in die Welt des melodischen Jazz ab zu tauchen. Ich hatte zwei sehr schöne Abende, bei guter Musik, witziger Moderation durch Heiko und Christoph sowie einem gut gelaunten Publikum.

© Sandra Clemente :)

Mehr über das Fischer Spangenberg Quartett könnt ihr auf ihrer eigenen Homepage nachlesen:
Homepage Fischer Spangenberg Quartett
Oder auch bei Facebook auf dem Laufenden bleiben:
Facebook Fischer Spangenberg Quartett

Hier gibts ein paar Bilder, die ich im Birdland Hamburg gemacht habe :)

Fischer Spangenberg Quartett
mit Heiko Fischer (Git), Christoph Spangenberg (Pia), Konrad Ullrich (Sch) und Daniel Stritzke (Bas)








Mittwoch, 7. September 2011

Stanfour @„Rock am Harzhorn" Kalefeld, 2011-08-20

Es gibt da eine Gemeinde am Westrand des Harzes, die sich Großes vorgenommen hatte. Zu Gunsten der Aktion "Lichtblick" und den Jugendfeuerwehren der Gemeine Kalefeld, sollte ein Open-Air-Rockkonzert stattfinden, welches in dieser Form noch nicht in der Gemeinde aufgestellt wurde. Viele Helfer, Freiwillige aus Vereinen, Anwohner und Freunde wurden benötigt, um dieses Großereignis auf die Beine zu stellen. Vereine aus der Gemeinde taten sich zusammen und gründeten die „Stanfour rockt Harzhorn GbR“ mit dem Geschäftsführer Herrn René Hantke, sowie den Schirmherren Landrat LK Nordheim, Herrn Michael Wickmann und dem Bürgermeister der Gemeinde Kalefeld, Herrn Edgar Martin. Dank reichlicher Sponsoren, die am Ende sogar 60 Stk. sein sollten, war auch die finanzielle Grundlage gegeben und es sollte nun nach fast drei Monaten Vorbereitung losgehen.
Nun war er da, der Tag der Tage an dem das Stanfour Open-Air Konzert stattfinden soll, in Kalefeld, auf dem Sportplatz des örtlichen Sportvereines, welcher auch liebevoll von den Kalefeldern das „Alte Amt“ genannt wird. Ich war schon mittags unterwegs, bei angekündigtem strahlendem Sonnenschein und betrat pünktlich zum Soundcheck der Hauptband des Abends das Veranstaltungsgelände. Ich überzeugte mich von dem übersichtlichen und gut organisierten Platz, des reichlich ausgestatteten „WC-Dorfes“, Rettungswegen und Soundanlage, welche extra für den Anlass besonders gut ausgestattet wurde. Nach einem Unwetter nur wenige Tage zuvor, wurden Umzäunung und diverses Equipment von Veranstaltungsort umgeworfen oder verweht, konnte aber mit geballter Kraft der Helfer pünktlich wieder hergestellt werden. Ein herzliches Willkommen und ein nettes Lächeln wurde mir schon am Eingang, beim Kauf der Verzehrbons entgegen gebracht und das hob meine Stimmung bei diesem Wetter und Aussichten um das doppelte. Schnell noch ein Plausch mit Bekannten  und einer Stärkung, die von einem der Zahlreichen netten Helfern ausgeschenkt wurden, um sich dann erstmals unter die Fans zu mischen. Die Fans waren eine bunte Mischung aus Jung und Alt, verschiedenster Musikliebhaber und Herkunftsorten. Der Hauptteil kam natürlich aus der Kalefelder Gemeinde, worunter sich auch Bewohner aus Sebexen befanden, wo ja der Gitarrist der Band, Christian Lidsba seine Wurzeln hat. Aus der Republik waren aber auch alle Himmelsrichtungen vertreten, z.B. Der Norden mit Fans aus Hamburg und Hannover, der Osten mit Rostock und Berlin, der Süden mit Stuttgart und der Westen mit Köln und Bünde.  Die sehr guten Vorbands "Treehouse" und "Skyline", die lokal sich schon einen Namen gemacht hatten, heizten den Fans auf dem Platz schon recht früh ein und hinterließen einen sehr guten Eindruck auch bei den nicht Eingeweihten. Die Truppe vom Radiosender FFN aus Hannover, mit dem Moderator Timm Busche gab in den Umbaupausen mit vollem Körpereinsatz alles und eine willkommende Abwechslung auch für die kleinen Gäste.
Als die Sonne die letzten Strahlen gerade noch über die Bühne werfen konnte, war es endlich soweit. Das Licht wurde gedimmt und die Bühne in ein tiefes Blau getaucht, als die Jungs von "Stanfour" auf die Bühne kamen. Gleich mit dem ersten Lied hatten sie den bereits gutbesuchten Platz von ca. 2000 Besuchern fest im Griff und begeisterten bis in die letzte Minute nicht nur ihre langwierigen Fans in der ersten Reihe, sondern überraschten auch positiv nun neue Fans mit ihrer mitreißenden Musik worunter auch diverse „Alte Rocker“ und Liebhaber anderer Musiksparten waren. Sternen klarer Himmel, gute Musik, die Gänsehaut zaubert, nette Menschen und familiäre Atmosphäre hielten die Leute noch lange auf dem Platz. Als gelungenen Abschluss rundete die After-Show-Party Band Basement die Veranstaltung ab.
Ein sehr gelungener Event von einer kleinen Gemeinde im Vorharz, die ein Projekt auf die Beine gestellt hat, das sich wirklich sehen lassen kann. Einige Stimmen riefen schon nach einer Wiederholung in den kommenden Jahren. Die Erleichterung sah man der Organisation und den Helfern an, wie gut die Veranstaltung an kam und waren erleichtert, dass alles passte mit dem Wetter den öffentlichen Ämtern, der Sicherheit, Versorgung und dem Zusammenhalt der Region um dieses zu ermöglichen und ohne Vorkommnisse ausklingen zu lassen.
Ich bedanke mich recht herzlich bei all den Mitwirkenden, den Bands, wie Stanfour und den tollen Fans und Besuchern der Veranstaltung, die so einen Tag unvergessen machen.
Nicht zu vergessen, das kleine gastfreundliche Hotel „Zur Altenburg“, welches mir noch kurzfristig Unterschlupf bieten konnte.

© Sandra Clemente :)


 



 


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Aus dem zweiten Album "Rise & Fall", die Hitsingle "Wishing You Well"

Stanfour @"NDR 2 Papenburg Festival" Meyer Werft 2011-06-25

Stanfour 2011
Heute war nun wirklich kein guter Tag für ein Konzert, dachte ich mir, als ich den mit Wolken verhangenen Himmel ansah. Doch es war ein typisches Festival-Wetter mit Nieselregen und gelegentlichen starken Schauern, wo wirklich nur gute Kleidung oder Ponchos der Dauerberieselung standhalten konnten. „Das bisschen Wasser wird uns Norddeutsche doch nicht abhalten zu feiern“ dachte ich mir und war dann doch ganz schön glücklich einen der heißbegehrten und leider auch seltenen Ponchos auf dem Gelände ergattert zu haben.
Noch trockenen Fußes ging es recht entspannt vom Parkplatz zum gerade im Aufbau befindlichen Eingang. Weit hinter der eigentlich vereinbarten Zeit wurden dann die Tore geöffnet und die Gäste strömten zum Teil sogar liefen sie aufs Gelände.
Das  Partygelände der Meyer-Werft ist recht großzügig angelegt und bot den Zuschauern ausreichend Platz auf einem Schotterplatz, was sich später auszahlte. An den Seiten durch eine reichhaltige Auswahl an Speisen und Getränken hat man die Zeit bis zum Auftritt gut im hinteren Teil ausgehalten und konnte sich dann ganz entspannt in Richtung Bühne machen.

Kurz vor dem Auftritt, wurde es dann doch ganz schon eng in den ersten Reihen und ich hatte echte Mühe mich durch zu schieben, bis in die erste Reihe zu meinen Freunden.
Die Spannung war fast nicht mehr zu ertragen. Waren es doch schon 6 Monate her, dass ich sie das letzte mal live gesehen habe. Dann war es endlich soweit und mit einem Sprung kamen Konstantin und die andren Jungs auf die Bühne gestürmt. Bis auf Eike waren alle da. Gleich zu Beginn merkte man den Unterschied. Zwar spielten sie hier ihre Hits aus dem immer noch aktuellen Album „Rise & Fall“, doch in einer Remix-Version, die viel bissiger und rockiger rüber kam. Für den einen oder andren Fan erst erschreckend, doch mit jedem weiteren Lied stieg die Stimmung. Als sie den neuen Song "Tuesday" spielten, hielten alle inne, um auch jede Silbe des neuen Songs nicht zu verpassen. Große Erleichterung über die Begeisterung der Fans zum neuen Song, sah man den Jungs echt an. Der neue Sound mit mehr Rhythmus, Beats und ein bisschen weniger „Weichspüler“ gefallen mir persönlich sehr gut und haben mich sofort überzeugt.

Trotz des Regens und der anfänglichen Kälte haben die Jungs den überglücklichen Fans ganz schön eingeheizt. Leider war der Auftritt nicht sehr lang und die Jungs haben sich auch nicht mehr mit einem Gruppenbild auf der Bühne verabschiedet. Doch in allem war es ein sehr gelungener Auftritt, geile Songs im neuen Look und mit dem  Song „Tuesday“ macht es neugierig auf das neue Album.

© Sandra Clemente :)







"We Are Tony" @Hörsaal Hamburg, 2011-06-30



 Ein schöner und entspannter Tag geht zu Ende und ich überlege noch immer, an was mich „We Are Tony“ erinnert. Doch dazu später mehr. Eine sehr schöne Lokation ist der Hörsaal. Im Stil einer Studentenwohnung mit Loungeecken, Kuschelsofa und einem Kickertisch, der uns über die erste Stunde der Wartezeit hinweg geholfen hat. Nachdem sich der lauschige Laden gefüllt hat, mit einer bunten Mischung aus verschiedenster Sparten an Musikliebhabern und Altersklassen stieg die Anspannung und Erwartung auf den bald bevorstehenden Auftritt der Band. Nach mutiger Werbung unter den Freunden, ohne auch nur ein Lied zu hören, war ich mir aber schon sicher einen schönen Abend zu haben mit guter Musik und entspannten Leuten. „We Are Tony“ gut gelaunt und angetan von der überraschend gut gefüllten Lokation stimmte gleich mit ihrem ersten Song „Hide And Seek“ munter in den Abend ein.  Funkie am Anfang wie Jamiroquai und zum Ende eher swingig mit Jazz-Anteilen. Rückblickend auf das Lied „Lullaby“, mein persönliches Lieblingslied von der CD, erinnert mich immer an eine Szene aus einer Kaffeewerbung mit Kaffeeplantage und Veranda. Ein sehr gelungener Auftritt in entspannter Atmosphäre mit talentierten Musikern und einer guten Voice geben „We Are Tony“ einen guten ersten Eindruck ab. Ich freue mich schon darauf, welche Entwicklung diese Band noch macht und mit welchen Liedern sie uns noch überraschen.

© Sandra Clemente :)

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